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PLANUNG





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Römertherme Baden
Brusattiolatz 4
2500 Baden

Architekten:
Dipl. Ing. Roland Nemetz
Arch. Dipl. Ing. Wolfgang Junger
Arch. Mag. Ing. Rupert Weber


Die Römertherme Baden geht in ihrer ursprünglichen Form auf das Werk der Meisterarchitekten Sicardsburg und Van der Nüll (die Architekten der Wiener Staatsoper) zurück und stammt aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Das Hauptgebäude der ehemaligen Mineralschwimmschule bildet heute mit dem 77 x 33 m großen Glasdach - dem größten freitragenden Glasdach Europas - eine spektakuläre Kombination aus Alt und Neu.

Bei der Gestaltung der Schwimmhallenhülle wurde versucht, durch eine gespannte Stahl-Glas-Konstruktion den Charakter des ehemaligen historischen Freibades zu erhalten. Die Beckenformen wurden beibehalten und mit Glasmosaiken verfliest. Die Schwimmbecken teilen sich in eine Schwimmerzone bzw. eine Ruhezone mit verschiedenen Wasserattraktionen.
Im Sommer waren die Becken mit Seilen überspannt und dazwischen Tücher als Sonnenschutz für die Badenden eingehängt. Die hängenden Tücher sind in einer alten Darstellung des Schwimmbades ersichtlich und dienten als Anstoß für die Gestaltung der neuen Schwimmbadüberdachung aus Stahlhängebänder mit dazwischen eingespannten Glastafeln. Die Stahlhängebänder sind im Raster von 1,50 m über eine Länge von 26,70 m gespannt. Das Glasdach hat eine Größe von über 2000 m2.
Über zwei Schwimmkanäle gelangt man in die im Freibereich liegenden Schwefelwasserbecken und Kleeblattbecken mit verschiedenen Wasserattraktionen.

Der Freibereich wird von der „Römerwand“, einem antiken Mauerverband aus Travertinsteinen begrenzt. Ein Neptunbrunnen ist in dieser Wand integriert.

Der gesamte Schwimmhallenbereich ist unterkellert und beinhaltet die gesamte Badewasseraufbereitung, sowie große Teile der Lüftungsanlagen der Römertherme.
Die Innenräume wurden mit neuen Funktionen, wie mit einer reichhaltigen Saunalandschaft, einem Kuppelraum mit Whirlpool, einem Eingangsfoyer und den Restaurationsräumen ausgestattet.
Bei der Gestaltung der Innenräume wurde auf die historische Substanz Rücksicht genommen und die zum Teil vorgefundene klassizistische Ornamentik durch Künstler und die Malerschule Leesdorf restauriert bzw. wurden bei vorgefundenen Fragmenten neue Kompositionen in Anlehnung an diese geschaffen.
Als Ergänzung der Badelandschaft und Bindeglied zum Kurhaus wurde ein Wellnesstrakt neu errichtet, welcher durch sein zurücktretendes transparentes Erscheinungsbild den angrenzenden historischen Foyertrakt betont.
Der Wellnesstrakt beinhaltet Fitnessräume, Kraftkammer, Massage, Meditations- räume sowie im Untergeschoss die Garderobenbereiche und ist als Ergänzung zum bestehenden Kurbetrieb bzw. Badebetrieb gedacht.
Vor dem Wellnesstrakt ist ein Reflexbecken situiert und fasst den neu gewonnen Vorplatz ein, welcher zum Teil als Terrasse für die Restauration dient sowie für Veranstaltungen verschiedenster Art geeignet ist.
Die Gesamtwasserfläche in der neuen Therme beträgt rund 900 m².


 
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